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Skulpturenwiese

„Wo Steine stehe, bleiwe Geschichte“

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Direkt am Wegesrand des Lumdatal-Radwegs finden die Vorbeifahrenden heute einen einzigartigen Skulpturenpark. Die steinernen Figuren sind Werke des Künstlers Alf Becker. Die Initiative zur Gründung des Skulpturenparks stammte von Dr. Gottfried Hartmann. Der Mediziner verarbeitete darin Stationen seines bewegten Lebens, dessen letztes Kapitel hier in Allendorf spielte.

 

Der 1920 geborene Hartmann war ein Zeitzeuge des 20. Jahrhunderts. Als junger Mann diente er während des Zweiten Weltkriegs als Soldat. Nach dem Krieg musste er in ein Gefangenenlager nach Frankreich. Später kehrte er zurück nach Deutschland und ließ sich in der Sowjetisch besetzten Zone, später der DDR nieder. Doch zunehmend spürte er, dass ihn die Umstände und die Politik im Osten einengten. So floh er nach Westdeutschland und fand eine Heimat in unserer Region. Doch er bereiste auch ferne Länder. Für die rheinische Mission war er als Arzt in der Entwicklungshilfe in Afrika tätig.

 

Er praktizierte als Hausarzt in Allendorf, später im Ebsdorfergrund. Zu seinem Lebensende zog er sich wieder nach Allendorf zurück und schuf gemeinsam mit Alf Becker den Skulpturenpark, in dem er Stationen seines Lebens verarbeitete. Über die Jahre entstanden so mehrere Kunstwerke, die zum Nachdenken und Innehalten anregen sollten.

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Dr. Gottfried Hartmann ließ das Gesicht dieser Statue umarbeiten, da ihm die ursprüngliche Version zu ähnlich sah.

Judith Bohländer: Die Skulpturenwiese

Die Skulpturenwiese ist ein Herzensprojekt von Judith Bohländers Vater gewesen. Bis heute kommen die Allendorfer gerne hierher, um für ein paar Minuten den Alltag zu vergessen.

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An diesem Ort

​Den Anfang machte eine Nymphe, die ursprünglich an einer Quelle auf der Wiese stehen und Wasser führen sollte. Es folgte eine Gruppe aus zunehmend ausgeformten Steinen bis hin zur Schwangeren – als Sinnbild für Quelle und Entstehung des Lebens. Weitere Werke greifen diesen Gedanken auf: Ein Liebespaar steht für Liebe und neues Leben, ein in die Ferne blickender Mann für Zukunft und Hoffnung. Eine aus alten Grabsteinen geschaffene Schnecke symbolisiert den Lauf und die Vergänglichkeit des Lebens. Den Abschluss bildet die Skulptur „Familie“ – sie steht für die Gegenwart und das Angekommensein.

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Statue mit dem Titel "Die Schwangere".

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