
Heimatmuseum
„Woas mer weid fordwerfft, muss mer aach weid hoann.“
„Was man weit fortwirft, muss man auch weit holen.“
Die Idee, die Geschichte Allendorfs in einem Museum zu bewahren, ist deutlich älter als der Verein selbst. Bereits 1970, anlässlich der Feier zum 600. Jahrestag der Verleihung der Stadtrechte, entstanden erste Überlegungen, ein Heimatmuseum einzurichten. Die Eröffnung erfolgte 1978.
Mitten in der historischen Kernstadt befindet sich seither das Museumsensemble. Es besteht aus dem Heimatmuseum, dem 50er-Jahre-Haus und der Remise. Hier werden Fundstücke, Fotografien und Traditionen unserer Stadt gesammelt und bewahrt.
Heute vermittelt die Ausstellung des Heimatmuseums auf drei Etagen einen lebendigen Eindruck vom früheren Leben im Ort. Im Mittelpunkt stehen die Alltagskultur mit Trachten, Handwerk und Landwirtschaft sowie zahlreiche Exponate zur Geschichte Allendorfs. Ein originalgetreu aufgebauter Krämerladen aus der Mitte des 20. Jahrhunderts ist eins der zahlreichen Schmuckstücke. Hier können die Besucher in die Warenwelt der Wirtschaftswunderjahre eintauchen. Ergänzt wird die Sammlung durch Werke lokaler Künstler, die das kulturelle Leben der Stadt bis in die Gegenwart widerspiegeln.

Karl Bauer im traditionellen "Hessenkittel" in der guten Stube des Heimatmuseums.

Blick auf die Kirchstraße und das spätere Gebäude des Heimatmuseums (Bildmitte), Foto aus den 1950er Jahren.
Direkt gegenüber befindet sich das 50er-Jahre-Haus. Im Inneren ist eine Ausstellung zum Leben in den 1950er Jahren in Allendorf und dem gesamten Lumdatal installiert. Es finden sich hier vor allem Exponate der Alltagskultur, aber auch die eine oder andere Besonderheit, wie ein historischer Puppenwagen oder allerlei Spielzeug aus dieser Zeit.
Die Remise komplettiert das Museumsensemble. Sie wurde zwischen 2019 und 2021 aufwendig renoviert. Seither befindet sich hier der Bürgertreff Allendorfer Altstadt. Hier finden regelmäßig Veranstaltungen des Heimat- und Verkehrsvereins statt. Zudem ist die Remise eine Außenstelle des Allendorfer Standesamts.
Wir laden Sie herzlich ein, unseren Ort auf diese besondere Weise zu entdecken und seine Geschichte Stück für Stück zu erkunden. Getreu unserem Leitbild: Offen, lebendig und gesellig Geschichte sammeln und bewahren.

Die alte Rostschule vor dem Umbau zum Heimatmuseum.

Im angrenzenden 50er-Jahre-Haus findet sich eine Ausstellung zur Geschichte der Wirtschaftswunderzeit in Allendorf.

An diesem Ort
Die sogenannte „Rostschule“ gehört zu den ältesten erhaltenen Gebäuden im historischen Ortskern von Allendorf/Lumda. Heute ist es der Ort des Heimatmuseums. Bereits 1560 wird an dieser Stelle erstmals eine Lateinschule urkundlich erwähnt. Nachdem dieses Gebäude nicht mehr den Anforderungen entsprach, entstand um 1680 ein Neubau. Das heutige Gebäude wurde schließlich nach 1730 in unmittelbarer Nähe der Kirche nach dem vorangegangenen Brand errichtet. Es prägt über viele Generationen das Bild des Ortszentrums.

Die Geburtsjahrgänge 1904-1906, Foto aus dem Jahr 1916.
Impressionen aus dem Heimatmuseum







